FCI-Gruppe 3 umfasst die Terrier-Rassen. Eine der wohl bekanntesten Rassen aus dieser Gruppe dürfte wohl der West Highland Terrier sein, der als Markengesicht eines bekannten Futtermittelerstellers berühmt wurde. Doch auch der Yorkshire Terrier, der Irish Terrier sowie der Norfolk Terrier sind unter Hundefreunden beliebt. Das Wort Terrier lässt sich von dem lateinischen Begriff Terra (für Erde) ableiten und lässt Rückschlüsse auf die ursprüngliche Verwendung der Terrier-Rassen zu.
Terrier
Die Hunderassen im Detail
Zuchtziele und ursprüngliche Einsatzgebiete
Terrier wurden ursprünglich zu Jagdzwecken gezüchtet. So sind die in der Regel kleineren Hunderassen aufgrund Ihrer Größe dazu in der Lage Ihre Beute auch unter der Erde zu verfolgen, beziehungsweise diese aus ihrem Bau zu jagen.

Früher setzte man Terrier überwiegend zur Jagd auf Füchse, Hasen und Dachse ein. Um möglichst erfolgreiche Jagdhunde zu erhalten, achtete man darauf möglichst mutige, robuste und eigenständige Hunde zur Zucht zu verwenden. Auch wenn Terrier heutzutage in den meisten Fällen als Familienhunde gehalten werden, sollten Sie sich der ursprünglichen Verwendung der Terrier-Rassen bewusst sein, wenn Sie sich für eine Hunderasse aus dieser Gruppe entschieden haben.
Rassegerechte Auslastung für Ihren Terrier
Sie haben sich dazu entschlossen einen Terrier bei sich aufzunehmen und wollen Ihren Neuzugang artgerecht auslasten? Die richtige Beschäftigung steht an oberster Stelle, wenn Sie vorhaben, einen Terrier zu kaufen. Auch wenn der individuelle „Beschäftigungsbedarf“ von Hund zu Hund verschieden ist, sollten Sie doch sicherstellen, dass Sie in Zukunft genügend Zeit für Ihren Liebling haben. Die wenigsten Terrier sind mit regelmäßigen Spaziergängen und ab und an stattfindenden Trainingseinheiten zufrieden. Unausgelastete Terrier neigen dazu, Verhaltensauffälligkeiten zu entwickeln. Dabei kann es passieren, dass die Hunde plötzlich Gegenstände zerkauen oder eine übertriebene Wachsamkeit an den Tag legen. Mit der richtigen Beschäftigung sind Terrier jedoch zuverlässige Begleiter, die sich gut als Familienhunde halten lassen.
Hierzu wäre es am naheliegendsten, einen Jagdschein zu machen und den Hund mit auf die Pirsch zu nehmen. Da dies für viele Hundehalter nicht in Frage kommen dürfte, empfehlen wir Ihnen, mit Ihrem Terrier ein Jagdersatz-Training durchzuführen. Hierzu eignen sich Apportier-Übungen mit dem Futterbeutel/Dummy oder Fährtenarbeit. Dabei kann Ihr Terrier seine Jagdleidenschaft ausleben, ohne dass Wildtiere zu Schaden kommen und wird geistig und körperlich ausgelastet.
Sektionen der FCI Gruppe 3
In FCI-Gruppe drei werden insgesamt 34 Terrierrassen in 4 verschiedenen Sektionen zusammengefasst. Die meisten Terrier wurden ursprünglich zu Jagdzwecken gezüchtet. Terrierrassen, wie der Fox Terrier und der Deutsche Jagdterrier verfügen über einen stark ausgeprägten Jagdtrieb und werden bis heute jagdlich geführt. Ihre geringe Größe in Kombination mit Ihrer Ausdauer und Ihrem Mut macht die Hunde zu idealen Begleitern bei der Jagd auf Hasen, Füchse und andere Wildarten, die Ihren Bau unter der Erde haben.
Terrier sind in souveräne, lernwillige und loyale Hunde, die sowohl geistig als auch körperlich gefordert werden müssen, um sich wohlzufühlen.
Zu Sektion 1 zählt die FCI die hochläufigen Terrierrassen. Dazu gehören beispielsweise der Airedale Terrier und der Welsh Terrier.
Sektion 2 umfasst die niederläufigen Terrier, wie den Jack Russell und den West Highland Terrier. In Sektion 3 werden die Bullartigen Terrier, wie etwa der American Staffordshire Terrier oder der Staffordshire Bullterrier zusammengefasst. Diese sind im vergleich zu den anderen Terrierrassen kräftiger und stehen je nach Bundesland zum Teil auf der Liste der verbotenen Hunderassen.
Besonders kleine Terrierrassen (die sogenannten Zwergterrier) finden sich in Sektion 4 wieder. Zu den Zwergterriern gehört der Yorkshire Terrier, sowie der English Toy Terrier.




