Hund baden – Das sollten Sie dabei beachten

Sie müssen Ihren Hund baden und fragen sich, wie Sie das am besten anstellen? Wir verraten Ihnen, warum Sie Ihren Hund nicht zu oft waschen sollten und geben Ihnen Tipps, damit das Bad hinterher nicht aussieht wie ein Schlachtfeld.

Foto: Ein Hund beim Baden mit nassem Fell und Schaum auf dem Kopf

Wie oft sollte man einen Hund baden? So selten wie möglich!

Wenn Ihr Hund nach dem Gassi gehen schmutzige Pfoten hat, müssen Sie ihn nicht gleich baden. Allgemein sollten Sie Ihren Hund nach Möglichkeit, eher bürsten statt zu baden. In trockenem Zustand lässt sich Dreck gut rausbürsten. Damit Ihr Hund die Wohnung währenddessen nicht in einen Sandplatz verwandelt, eignet sich eine saugfähige Unterlage. Eine solche können Sie sich ins Auto und/oder den Flur legen um Verschmutzungen zu verhindern.

Hat Ihr Vierbeiner sich allerdings in einem Kadaver gewälzt oder ein Schlammbad genommen, lässt sich ein Bad meist nicht vermeiden um die Verschmutzungen zu beseitigen.

Auch wenn Ihr Hund unter Hautkrankheiten leidet oder von Parasiten befallen ist, kann es sein, dass Sie Ihren Hund baden müssen, damit er wieder gesund wird. In solchen Fällen wird der Tierarzt Ihnen in der Regel speziellen Produkte verschreiben, die Ihrem Hund helfen.

Achtung: Welpen sollten vor dem dritten Lebensmonat unter keinen Umständen mit Shampoo gewaschen werden.

Zu häufiges baden zerstört die natürliche Schutzschicht

Das Fell Ihres Hundes verfügt über eine natürliche Schutzschicht, die Nässe und Schmutz abweist. Diese Fettschicht ist ein wichtiger Bestandteil des Säureschutzmantels der Haut und schützt Ihren Hund vor äußeren Einflüssen. Durch zu häufiges Baden können Sie diesen natürlichen Schutz jedoch zerstören, was die Haut Ihres Hundes anfälliger für Krankheiten macht. Nach einem Bad mit Shampoo benötigt die Haut etwa sechs Wochen, um sich vollständig zu regenerieren.

In der Regel ist es nicht nötig, Ihren Hund zu baden, da das Fell über eine Selbstreinigungsfunktion verfügt. Statt einer Komplettwäsche reicht oft ein Fußbad aus, oder Sie bürsten kleinere Verschmutzungen einfach aus. Sollte ein Bad dennoch unvermeidbar sein, zum Beispiel bei starker Verschmutzung, achten Sie darauf, dies nur in Ausnahmefällen zu tun. Wir empfehlen, Ihren Hund höchstens alle acht Wochen – besser noch seltener – zu baden, um Haut und Fell nicht zu überstrapazieren.

Foto: Ein Hund wird professionell gebadet

So baden Sie Ihren Hund – Tipps & Tricks

Sollte es doch einmal Zeit sein, Ihren Hund zu baden, haben wir im Folgenden hilfreiche Tipps und Tricks sowie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Sie zusammengestellt. Wir empfehlen Anfängern, sich zunächst alle Abschnitte gründlich durchzulesen, bevor sie mit dem eigentlichen Baden ihres Vierbeiners beginnen.

Schritt-für-Schritt – So gelingt Ihnen das Baden:

  1. Schließen Sie die Badezimmertür (Sie wollen nicht, dass Ihr nasser Hund versucht sich am Sofakissen trocken zu rubbeln).
  2. Legen Sie ausreichend Handtücher parat
  3. Legen Sie eine Gummimatte in die Badewanne oder Duschtasse um zu verhindern, dass Ihr Hund in rutschen gerät. Ein fester Stand sorgt zudem dafür, dass Ihr Vierbeiner sich sicher fühlt
  4. Stellen Sie eine angenehme Temperatur ein und Schamponieren Sie Ihren Hund ein.
  5. Achten Sie auf den Bereich um die Augen und Lefzen beim Einschampoonieren und sparen Sie diese Großzügig aus
  6.  Nach dem abduschen können Sie Ihren Hund mit einem Handtuch trockenrubbeln.
  7. Im Winter oder bei älteren / kranken Hunden können Sie zusätzlich die Restfeuchte mit einem Fön trocknen
  8. Lassen Sie Ihren Hund in der Sonne oder neben der Heizung schlafen
  9. Drücken Sie die Daumen, dass Ihr Vierbeiner auf der nächsten Gassi-Runde keinen Kadaver oder ähnlich spannendes findet!

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Mit welchem Shampoo kann ich meinen Hund baden?

Wenn Sie Ihren Hund baden wollen eignen sich hierzu am besten spezielle Hundeshampoos. Wichtig ist, dass das Shampoo ausschließlich natürliche Inhaltsstoffe enthält. Duftstoffe mögen zwar für die menschliche Nase äußerst angenehm sein, sind aber für die feine Hundenase zu penetrant. Außerdem enthalten viele für den menschlichen Gebrauch geeignete Shampoos aggressive Stoffe, die den Säureschutzmantel zerstören können.

Wenn Sie auf der Suche nach einem Hundeshampoo sind mit dem Sie Ihren Hund baden können ohne Bedenken haben zu müssen, sollten Sie demzufolge darauf achten, dass keine Duftstoffe enthalten sind und der pH-Wert bei ungefähr 7,4 liegt. Stellen Sie zudem sicher, dass das Shampoo frei von Phtalaten, Formaldehyd, Natrium-Lauryl, und Moschusverbindungen ist.

Um sicher zu sein, dass kein Shampoo im Fell Ihres Hundes verbleibt, sollten Sie beim abspülen auch besonders gründlich sein.

Achtung: Wenn Sie ein Hundeshampoo nehmen, welches parfümiert ist kann es passieren, dass Ihr Hund versuchen wird den “Duft” schnellstmöglich wieder loszuwerden, indem er sich im nächstbesten Schlammloch wälzt.

So wird Ihr Hund wieder trocken

Wenn Sie Ihren Hund während des Sommers baden und einen Balkon oder einen Garten haben, können Sie ihn ohne weiteres draußen trocknen lassen. Während der kälteren Jahreszeit, müssen Sie Ihren Liebling jedoch abrubbeln und gegebenenfalls föhnen, damit er nicht krank wird.

Am besten ist es, wenn Sie Ihren Hund nach dem baden noch in der  Wanne vorsichtig mit einem Handtuch abtupfen, bevor Sie ihn herauszuheben. Danach wird Ihr Hund sich wahrscheinlich schütteln.

Um zu verhindern dass das Wasser durchs Bad spritzt, können Sie ein großes Handtuch locker über Ihren Hund legen. Anschließend wird Ihr Liebling sich über einen weichen Platz an der Heizung freuen, an dem er mit einer leckeren Belohnung in Ruhe trocken werden kann.

Fazit

Wie oft sollte man einen Hund baden? So selten wie möglich! Baden Sie Ihren Hund nur wenn es wirklich dringend ist und versuchen Sie stattdessen Verschmutzungen auszubürsten. So schonen Sie die natürliche Schutzschicht der Haut Ihres Lieblings.

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