Shar Pei

Shar-Peis sind sanftmütige und intelligente Hunde, die insbesondere durch ihre ausgeprägten Hautfalten auffallen. Wenn Sie sich für diese spezielle Hunderasse interessieren oder sich sogar einen Shar-Pei kaufen wollen, sind Sie bei uns genau richtig. Hier finden Sie Hinweise zur Haltung, Erziehung und zum Wesen des Shar-Peis.

Steckbrief

Größe (Widerristhöhe) Rüden: 44 - 51 cm, Hündinnen: 44 - 51 cm
Gewicht Rüden: 25 - 30 Kg Hündinnen: 18 - 25 Kg
Lebenserwartung 9 - 11 Jahre
Herkunftsland China
FCI Nummer 309

Geschichtliches

Der Shar-Pei gehört zu Hunderassen, mit einer besonders langen Historie. Die Geschichte der Shar-Peis lässt sich aufgrund gefundener Abbildungen fast 2000 Jahre zurückverfolgen.

Ursprünglich stammt der Shar-Pei aus China. Damals wurden die Hunde als Jagd- und Wachhunde von der bäuerlichen Bevölkerung entlang des Südchinesischen Meeres gehalten. Es ist wahrscheinlich, dass Shar-Peis damals bei Hundekämpfen eingesetzt wurden. Dafür spricht das massige Erscheinungsbild der Hunde sowie ihre faltige Haut, die sie bei Beißereien vor tiefergehenden Verletzungen schützen sollte.

Als genauen Herkunftsort der Rasse vermutet man heutzutage die Stadt Dialak.

Aufgrund ihrer blauschwarz gefärbten Zunge gehen Wissenschaftler davon aus, dass neben Mastiffs und nordischen Jagdhunden auch Chow Chows zu den Urvätern des Shar-Peis gehören.

Untergang und Auferstehung des Shar-Peis

Als die Engländer China besetzten ließen Sie Ihre eigenen Hunde in grausamen Kämpfen gegen die Shar-Peis antreten. Trotz Ihres Interesses an den ungewöhnlichen Hunden waren die Shar-Peis in anderen Ländern lange Zeit unbekannt und wären mit dem aufkommenden Kommunismus sogar beinahe komplett von der Bildfläche verschwunden. Damals sah man den Shar-Pei als „überflüssiges“ Prestigeobjekt an. Die Steuern für die Hundehaltung und das allgemeine Sentiment sorgten dafür, dass die Hundehaltung für viele Chinesen finanziell nicht mehr tragbar war.

So kam es, dass die Vierbeiner in der Mitte des 19. Jahrhunderts fast ausgestorben wären. Um die Rasse als chinesisches Kulturgut zu erhalten, rief ein Züchter aus Hong Kong zu Beginn der 70er Jahre in einer amerikanischen Fachzeitschrift zur Rettung des  Shar-Peis auf.

In den Vereinigten Staaten liefen daraufhin unterschiedliche Zuchtprogramme an, die eine Wendung brachten. Dennoch galt der Shar-Pei bis 1976 als die seltenste Hunderasse der Welt. Damals gab es nur noch 145 registrierte Shar-Peis von denen 96 in den USA lebten.

Anfang der 80er Jahre hatte sich die Situation allerdings schon wieder massiv geändert. Der Shar-Pei erlebte damals einen massiven Boom und die Population hatte sich bereits auf mehrere hundert Exemplare erhöht.

Mit dem Hype um den Shar-Pei kam es jedoch auch zu unerwünschten Begleiterscheinungen. Viele unseriöse Züchter versuchten der Nachfrage nach möglichst faltigen Shar-Peis gerecht zu werden, indem Sie den Hunden eben diese Falten in unnatürlichem Ausmaß anzüchteten. Dies hatte zur Folge, dass viele Shar-Peis unter Hautkrankheiten litten und/oder sich aufgrund der überflüssigen Haut kaum noch bewegen konnten.

Heutzutage versucht man entsprechende Züchter durch strenge Kontrollen und Kriterien von der Zucht auszuschließen.

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Erscheinungsbild des Shar-Peis

Mit seinen ausgeprägten Hautfalten am Kopf, am Widerrist und am Rutenansatz zieht der Shar-Pei viele Blicke auf sich.

Vom Körperbau her ist der Shar-Pei ein kompakter, kräftig gebauter Hund mit einem exotischen Erscheinungsbild und einer Widerristhöhe von bis zu 50 cm.

Das Fell ist kurz und hart – fast borstig – und hat keine Unterwolle. Der Rassestandard lässt bis auf weiß alle einheitlichen Farben zu. Am häufigsten vertreten sind grau, braun, rot und sandfarbene Hunde. Zudem haben viele eine dunkle Schattierung an den Ohren sowie am Rücken.

Im Vergleich zum Rest des Körpers ist der Schädel relativ mächtig. Der Stop ist nur schwach ausgeprägt. Die kleinen Ohren ähneln in ihrer Form einem Dreieck. Charakteristisch für den Shar-Pei ist dessen blau gefärbte Zunge. Auch Zahnfleisch, Gaumen und Lefzen sind meist bläulich/schwarz pigmentiert.

Der Hals ist kräftig und verläuft in den leicht abgesenkten Widerrist. Die Rute ist dick, in der Regel hoch angesetzt und wird entweder gebogen, gerollt oder seitlich gekrümmt getragen. Die tiefe und breite Brust fügt sich in das massige Erscheinungsbild ein. Die Vorderläufe sind gerade, wobei der Vordermittelfuß leicht schräg gestellt ist.

Wesen

Der Shar-Pei sieht nicht nur aus wie ein typischer Molossoide, sondern verfügt auch über die charakteristischen Eigenschaften. So ist der Shar-Pei in der Regel ein in sich ruhender Hund, der nicht so schnell aus der Fassung zu bringen ist. Auch in Hektischen Situationen bleibt der Shar-Pei souverän und gelassen.

So ist er nicht zuletzt aufgrund seiner allgemein freundlichen Art für Familien mit Kindern geeignet.

Zu seinen Menschen baut der Shar-Pei eine enorm enge Bindung auf. Das zusammenleben mit einem Shar-Pei dürfte in den meisten Fällen vollkommen unproblematisch sein, da die Vierbeiner äußerst anpassungsfähig sind und sich mit dem entsprechenden Training auch ins Büro mitnehmen lassen, ohne dort unangenehm aufzufallen.

Auch wenn der Shar-Pei ein eher ruhiger Zeitgenosse ist, verhält er sich durchaus beschützend, wenn es wirklich darauf ankommt. Fremden gegenüber verhält er sich zunächst eher skeptisch und zurückhaltend, taut aber schnell auf, wenn er merkt, dass die Person keine Bedrohung darstellt.

Der Shar-Pei gilt als intelligente aber dickköpfige Hunderasse, so dass die Erziehung nicht immer einfach ist und viel Geduld erfordert. Zusammentreffen mit fremden Hunden sind für einen gut sozialisiertem Shar-Pei kein Problem. Auch wenn der Shar-Pei nicht jeden Tag große Runden drehen muss, freut er sich doch über regelmäßige Bewegung. So ist die Rasse sowohl für sportlich-aktive Halter als auch für eher gemütliche Hundefreunde geeignet.

Erziehung

Shar-Peis sind bekannt für Ihren Dickkopf. Wie viele Hunderassen, die dazu gezüchtet wurden auf der Jagd oder beim Bewachen von Haus und Hof, selbstständige Entscheidungen zu treffen haben auch die Shar-Peis einen eigenen Willen.

Doch auch wenn man vom Shar-Pei kein Kadavergehorsam erwarten kann, lässt er sich mit ein wenig Einfühlungsvermögen und Sachverstand gut erziehen. Am besten ist es mit der Erziehung so früh wie möglich zu beginnen und dabei konsequent zu bleiben. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie bei der Erziehung Ihres Shar-Peis besondere Härte walten lassen sollten. Mit übertriebener Strenge oder gar körperlicher Gewalt kommt man beim Shar-Pei definitiv nicht weiter.

Viel eher bedarf es einer Mischung aus Geduld, liebevoller Konsequenz und der richtigen Motivation, um einen Shar-Pei zu erziehen. Sollten Sie noch keine Erfahrungen im Umgang mit Hunden haben, raten wir Ihnen sich an eine Hundeschule oder einen erfahrenen Hundetrainer zu wenden. So lassen sich Erziehungsfehler und/oder mögliche Verhaltensauffälligkeiten vermeiden.

Zudem empfehlen wir Ihnen den Besuch einer Welpengruppe. So bekommt Ihr Hund möglichst viel Kontakt zu anderen Vierbeinern und wird richtig sozialisiert.

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Häufige Krankheiten

Shar-Pei Fieber

Das Shar-Pei Fieber oder auch SPAID ist ein Fieber, das in wiederholend auftretenden Perioden vorkommt. Zu den Symptomen des Shar-Pei Fiebers gehören entzündliche Erkrankungen, Durchfall, Erbrechen, eine Flache Atmung und ein starker Bewegungsunwille einhergehend mit hohem Fieber. In einigen Fällen kann es sein, dass die Schnauze und/oder die Gelenke des betroffenen Hundes anschwellen. Je nach Schweregrad hält ein Fieberschub zwischen 12 und 36 Stunden an. Die Ursache für Shar-Pei Fieber konnte bis heute nicht abschließend geklärt werden. Man geht jedoch davon aus, dass sich gegenseitig beeinflussende Genmutationen das Shar-Pei Fieber auslösen. Dieses entsteht, weil es aufgrund des Defekts zu einer Fehlinterpretation des Organismus kommt, welcher wiederum eine überhöhte Konzentration entzündungsauslösender Botenstoffe ausschüttet. Fieber ist bei einem Anfall vollkommen normal. Sollte das Fieber allerdings über 41,1 Grad steigen, handelt es sich um einen akuten Notfall und Sie sollten zu einem Tierarzt fahren. Dieser wird Sie darüber informieren, wie Sie sich beim nächsten Schub verhalten sollen und eine Behandlung vornehmen.

Idiopathische Muzinose

Eine weitere rassetypische Erkrankung ist die Idiopathische Muzinose. Dabei handelt es sich um eine genetisch prädestinierte Hauterkrankung, bei der sich sogenannte Glykosaminoglykanen in der Lederhaut absetzen. Dies führt dazu, dass sich die Konsistenz der Haut verändert und teigig wird. Meist geht eine Idiopathische Muzinose mit Hautrötungen, Juckreiz, Haarausfall und Pusteln einher.

Weitere Informationen zur Gesundheit bei Hunden 

Was kostet ein Shar-Pei?

Der Anschaffungspreis für einen Shar-Pei liegt zwischen 1500€ und 1800€ (der genaue Preis hängt von der Zuchtstätte ab). Hinzu kommen allerdings die Kosten für die Grundausstattung. Hierzu zählen unter anderem ein Halsband, ein Bett, ein Fressnapf, Spielzeug sowie weiteres Hundezubehör.

Darüber hinaus müssen Sie an die laufenden Unterhaltskosten denken. Dazu gehören die Kosten für eine Hundehaftpflichtversicherung und das Futter, aber auch die Kosten für eventuell notwendige tiermedizinische Behandlungen und Impfungen.

Sollten Sie darüber hinaus vorhaben mit Ihrem Shar-Pei einem Hundesportverein beizutreten ist dies natürlich auch nicht umsonst.

So finden Sie den richtigen Züchter

Zeitungsberichte und Nachrichtenbeiträge über die sogenannte Welpenmafia liest und hört man immer häufiger. Dennoch scheinen immer mehr Hundehalter Ihre Welpen von unseriösen Verkäufern über Online Portale zu kaufen.

In einem Großteil der Fälle müssen die Elterntiere mehrmals jährlich Nachwuchs bekommen. Dieser wächst meist unter widrigen Bedingungen auf und befindet sich oftmals in einem schlechten Gesundheitszustand.

Für nichtsahnende Käufer sind genetische Erkrankungen oder Missbildungen nicht auf Anhieb zu erkennen.

Um einen gesunden Shar-Pei zu bekommen sollten Sie ausschließlich zu einem anerkannten Züchter gehen. So können sie sicher sein, dass sowohl die Elterntiere als auch Ihr Welpe keine Krankheiten hat und bekommen dies entsprechend belegt. Bei der Wahl der richtigen Zuchtstätte sollten Sie darauf achten, dass eine angemessene Hygiene herrscht. Zudem sollte der Welpe bereits gechippt und erstmals geimpft worden sein, bevor er bei Ihnen zuhause einzieht.

Außerdem raten wir Ihnen sich für einen Züchter zu entscheiden, mit dem Sie auch auf menschlicher Ebene klarkommen. Schließlich ist Ihr Züchter in der nächsten Zeit und idealerweise ein Hundeleben-lang ein wichtiger Ansprechpartner für Sie.

Sollten Sie sich bei einem Züchter nicht gut aufgehoben fühlen und das Gefühl haben, dass etwas mit den Welpen nicht stimmt ist es besser die Suche fortzusetzen. Auch wenn es hart klingt, unterstützt der Kauf eines Welpen aus unseriösen Quellen nur die dahinter steckenden Strukturen, so dass deren verwerfliches Geschäft weiter angekurbelt wird.

Hundeversicherung

Verständlicherweise machen sich die wenigsten Hundehalter in spe Gedanken über unangenehme Zwischenfälle, die leider ebenso zum Leben eines Hundehalters gehören können. Dabei muss Ihr Hund nicht mal in eine wilde Beißerei verwickelt werden. Es reicht schon, wenn Ihr Liebling bei der Jagd auf Nachbars Katze einen Autounfall verursacht.

Ohne eine Hundehaftpflichtversicherung können Sie in so einem Fall schnell in finanzielle Schwierigkeiten kommen. Um Engpässe zu verhindern und sich auch in stressigen Zeiten auf das wesentliche fokussieren zu können, empfehlen wir Ihnen eine geeignete Hundehaftpflichtversicherung abzuschließen, die im Falle eines Falles für den entstandenen Schaden aufkommt.

Zudem ist es ratsam eine OP-Versicherung für Hunde auszuwählen. Eine OP kann schnell mehrere tausend Euros kosten. Mit einer Versicherung müssen Sie sich über die möglichen Kosten einer Behandlung keine Gedanken machen und können sich sicher sein, dass Ihr Shar-Pei in jeder Situation so gut es geht versorgt wird.

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