Siberian Husky

Der Siberian Husky ist ein ausgezeichneter Langstreckenläufer und ein loyaler Begleiter. Wenn Sie Informationen über den Siberian Husky benötigen oder sich sogar einen Husky kaufen wollen, finden Sie hier alles Wissenswerte über diese beeindruckende Hunderasse sowie Hinweise zum Thema Erziehung und Haltung.

Steckbrief

Größe (Widerristhöhe) Rüden: 63 - 60 cm, Hündinnen: 50 - 56 cm
Gewicht Rüden:  20,5 - 28 Kg Hündinnen: 15,5 - 23 Kg
Lebenserwartung 12 - 13 Jahre
Herkunftsland USA
FCI Nummer 270

Geschichtliches

Ursprünglich stammt der Siberian Husky aus dem Nordosten Sibiriens. Dort wurden die Hunde schon vor hunderten Jahren von den dort ansässigen Nomadenstämmen als Zugtiere genutzt, die problemlos dazu in der Lage waren, auch bei widrigsten Temperaturen Kilometerlange Strecken zurückzulegen, ohne zu pausieren.

Es lässt sich also ohne weiteres sagen, dass die Völker die damals Sibirien bevölkerten ohne ihre Huskies nicht dazu in der Lage gewesen wären, ihren nomadischen Lebensstil zu bestreiten. Das liegt unter anderem daran, dass Hundeschlitten zu dieser Zeit das einzige Transportmittel waren.

Doch Huskies wurden nicht nur als bloße Gebrauchshunde eingesetzt. Viel mehr lebten sie unter einem Dach mit ihren Menschen und hatten zum Teil die Aufgabe, Nachts die Kinder warm zu halten.

Aus diesem Grund wurden bevorzugt Hunde miteinander verpaart, die einen folgsamen, freundlichen Charakter hatten und auch im Umgang mit kleinen Kindern unproblematisch waren. Diese Menschenfreundlichkeit spiegelt sich bis heute im Wesen der Huskies wieder.

An die eisigen Verhältnisse in der polaren Umgebung waren Huskies durch ihr dichtes Fell und die verhältnismäßig schmalen Pfoten die nicht so schnell im Schnee einsanken schon zu frühen Zeiten optimal angepasst.

Schlittenrennen brachten den Durchbruch der Huskies

Später machten sich dann die Goldsucher die Vorzüge der Rasse zunutze. Sie waren es auch, die Anfang des 20. Jahrhunderts damit anfingen, Schlittenrennen mit ihren Huskies zu fahren.

Die Schlittenrennen verhalfen dem Husky zu der Bekanntheit die er heute noch hat. Bis zum Beginn des Goldrauschs waren in Alaska nur die wesentlich größeren Alaskan Malamute bekannt.

Als dann im Jahre 1909 der russische Pelzhändler William Goosak nach Alaska kam, nahm er seine 10 Huskys mit. Als er diese zum “All Alaska Sweepstakes” – einem Schlittenrennen – anmeldete, wurde er zunächst müde belächelt. Entgegen aller Wetten schaffte Goosak es jedoch, unter diversen Teilnehmern den dritten Platz zu belegen und der Siegeszug der Huskies begann.

Kurz nach dem Ende des ersten Weltkriegs fing der Norweger Leonard Seppla damit an, Huskies zu züchten und legte mit seiner Zuchtauslese den Grundstein für das Aussehen und das Laufvermögen der Huskies wie wir es heutzutage kennen.

>> Hier finden Sie weitere Hunderassen 

Wesen

Der Siberian Husky gilt als ausgesprochener freundlicher, selbstbewusster und menschenbezogener Hund, der auch Fremden offen gegenübertritt. Als Wachhund ist der Husky demzufolge eher ungeeignet.

Auch wenn Huskies an sich eine sehr hohe Bindung zu ihren Menschen eingehen, haben sie doch ihren eigenen Kopf und neigen dazu, dass ein oder andere Kommando zu hinterfragen.

Wie es die Herkunft und der ursprüngliche Einsatzzweck der Hunde bereits erahnen lässt, sind Huskies äußerst aktive Hunde, die viel Bewegung benötigen um ausgelastet zu sein.

Erziehung

Die Erziehung eines Huskies erfordert viel Geduld und ist aufgrund seines Temperaments sowie seiner Eigenständigkeit nicht unbedingt leicht. Hinzu kommt bei einigen Huskys ein starker Jagdtrieb den es zu kontrollieren gilt.

Wie bei eigentlich allen Hunderassen sollte man frühzeitig mit der Erziehung eines Huskies beginnen. So befindet man sich als Halter später nicht in der Lage entsprechende Versäumnisse bei einem ausgewachsenen Husky gerade bügeln zu müssen.

Wer allerdings versuchen sollte, einen Husky mit Härte oder übertriebener Strenge zu erziehen wird dabei kläglich scheitern und das Gegenteil erreichen. Besser klappt es mit liebevoller Konsequenz, Abwechslung bei den Übungen und der richtigen Motivation.

Für Hundeneulinge ist ein Husky nur bedingt geeignet. Sollten Sie sich dennoch dazu entscheiden, einen Husky bei sich aufzunehmen, sollten Sie sich im Vorfeld unbedingt ausreichend über die Rasse und Ihre Eigenarten informieren und sich von einem Hundetrainer mit Husky-Erfahrung beraten lassen.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Hundeerziehung 

Häufige Krankheiten

Der Siberian Husky gilt als robuster Hund, der kaum rassebedingte Krankheitsdispositionen mit sich bringt.

Dennoch sollte man insbesondere bei jungen Huskies auf die Ernährung achten, damit der Hund nicht zu schnell wächst.

Bevor Sie anfangen, Ihren Husky mit auf lange Wanderungen oder gar Schlittentouren zu nehmen, sollten Sie unbedingt warten, bis Ihr Vierbeiner ausgewachsen ist und über eine ausreichende Muskulatur verfügt. Im Zweifelsfall sollten Sie mit Ihrem Tierarzt sprechen, bevor Sie mit dem Hundesport anfangen.

Außerdem empfiehlt es sich bei der Wahl des Züchters darauf zu achten, dass dieser dazu in der Lage ist, Ihnen nachzuweisen, dass die Elterntiere HD-frei sind.

Huskies neigen zu Zink-reaktiver Dermatose. Betroffene Tiere nehmen zu wenig Zink über die Nahrung auf, so dass es zu Hautproblemen und anderen Mangelerscheinungen kommen kann. Tiere die unter einer Zink-reaktiven Dermatose leiden können allerdings substituiert werden und sind dann lebenslang frei von Symptomen.

Wissenswertes: Wussten Sie das Huskies eine Strecke von 50 Kilometern mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 32 km/h zurücklegen können?

Wie viel kostet ein Huskywelpe?

Für die Suche nach einem seriösen Züchter sollten Sie sich genügend Zeit nehmen und nichts überstürzen. Schließlich wollen Sie ja einen Züchter finden, der seine Hunde mit Engagement und Sachverstand aufzieht. Von unseriös wirkenden Anoncen aus dem Internet sollten Sie bei der Wahl der richtigen Zuchtstätte unbedingt Abstand nehmen.

Huskys die aus einer guten Zuchtstätte stammen sind in den meisten Fällen frei von Erbkrankheiten und wachsen unter der Liebevollen Fürsorge des Muttertiers auf. Aus diesem Grund ist es auch ein ernstzunehmendes Warnsignal, wenn Sie dieses ohne plausible Erklärung nicht zu sehen bekommen.

Darüber hinaus sorgt ein guter Züchter dafür, dass seine Welpen ordentlich ernährt werden so wie vom Tierarzt geimpft und einmal durchgecheckt wurden, wenn wenn sie zu Ihren neuen Familien ziehen.

Tipps bei der Suche nach einem geeigneten Züchter

Ein guter Anhaltspunkt um einen Seriösen Züchter erkennen zu können ist unter anderem die Mitgliedschaft in einem anerkannten Zuchtverein wie beispielsweise dem VDH (Verband deutscher Hundezüchter).

Außerdem wird sich ein guter Züchter genügend Zeit dafür nehmen offene Fragen zu beantworten. Zudem wird er Ihnen die Gesundheit der Elterntiere anhand entsprechender belegen können, wenn Sie dies wünschen (was durchaus empfehlenswert ist).

Sollten Sie auf einen Züchter stoßen, bei gewisse Dinge nicht stimmig sind oder bei dem Sie einfach ein schlechtes Bauchgefühl haben, ist es ratsam dieses zu berücksichtigen, auch wenn die Welpen noch so süß sein mögen. Einen Husky-Welpen sollten Sie nur bei einem Züchter kaufen bei dem alles passt und dem Sie vertrauen. Auch das Zwischenmenschliche spielt hierbei eine nicht unerhebliche Rolle.

Wenn der Züchter Ihrer Wahl anfangen sollte persönliche Fragen zu ihrem Alltag oder Ihrem Beruf zu stellen, ist dies in keinster Weise als unhöflicher Affront zu verstehen. Ein guter Züchter zeigt Verantwortungsbewusstsein seinen Huskies gegenüber und wird immer versuchen diese in gute Hände zu geben.

Ein Husky aus einer guten Zucht kostet um die 1300€ -1500€

Sie interessieren sich für den Siberian Husky? Hier finden Sie Weiterführende Informationen 

Hundeversicherungen

Auch wenn Huskies meist friedliebende Hunde sind und sich bei der richtigen Erziehung gut führen lassen, sollten Sie sich bewusst sein, dass immer etwas unvorhergesehenes passieren kann. Schließlich handelt es sich um Hunde und keine Maschinen.

Bedenken Sie was passieren könnte, wenn sich Ihr Husky aufgrund eines lauten Geräuschs erschrickt und daraufhin losrennt.

Ein Autounfall ist einer solchen Situation schnell passiert. Ohne Versicherung müssten Sie für den entstandenen Schaden selbst haften. Um nicht in Zahlungsschwierigkeiten zu geraten, ist es eine gute Idee, eine Haftpflichtversicherung für Hundehalter abzuschließen.

Auch über eine Kranken- oder OP-Versicherung für Hunde sollten Sie nachdenken. Schließlich sind die Kosten für bestimmte Operationen sehr hoch und können unter Umständen in die tausende gehen. Um im Falle eines Falles richtig abgesichert zu sein ist es ein gutes Gefühl für jeden Hundehalter über eine entsprechende Versicherung zu verfügen.

Ähnliche Artikel

Aktuelle Artikel

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Menü