Hundeleckerli oder Hundeernährung? Die Bedeutung der richtigen Nahrung für Ihren Vierbeiner

Leckerli steuern beim Hund die Erziehung, die Ernährung seine Gesundheit. Viel füttern bedeutet jedoch nicht, dass der Hund damit glücklich ist und vital bleibt. Ausgewogen und im richtigen Verhältnis zur Aktivität, ist das Grundrezept für ein vernünftiges Hundeleben. Dies lässt sich mit den folgenden fünf Tipps simpel und mit nur wenig mehr Zeitaufwand umsetzen.

Falsch verstanden: Liebe ist gleich Nahrung

Paula von Reznicek schreibt schon in ihrem Benimmbuch des frühen 20. Jahrhunderts: »Und die Liebe geht doch durch den Magen!« Hundebesitzer missverstehen dies häufig und reagieren auf die Zuwendung ihrer Hunde mit falscher Fütterung. Daraus folgt statistisch laut Bundesamt für Tiergesundheit e.V. die Feststellung im Jahr 2022, dass derzeit in Deutschland 44 Prozent der Hunde zu dick sind. Dick beginnt mit zehn Prozent mehr bei noch spürbaren Rippen, 20 Prozent bei deutlichem Speckansatz und ab 30 Prozent bei krankhafter Fettleibigkeit.

Fünf Tipps zur Hundeernährung und dem Einsatz von Hundeleckerlis

Futterentzug ist keine Lösung zum Abnehmen bei übergewichtigen Hunden. Vielmehr führt langfristig das Einhalten der folgenden fünf Tipps zum Wohlfühlgewicht und somit besserer Vitalität bis ins hohe Hundesenioren-Alter:

Tipp Eins: Dosierung nicht eins zu eins vom Produkt übernehmen

Fertignahrung für Hunde enthält Dosierungsempfehlungen nach Größe und Gewicht, bezogen auf normale Aktivität. Doch auch das Alter muss dabei Berücksichtigung finden. Welpen im Wachstum haben einen viel höheren Nährstoffbedarf als Hundesenioren. Auch die nötige Zusammensetzung von Rohfett, Rohprotein und Vitaminen ändert sich im tierischen Lebenslauf.

Tipp Zwei: Hundeaktivität und Hundeernährung anpassen

Nach einer stundenlangen Wanderung oder dem Powertraining auf dem Hundesportplatz unterstützt mehr Futter die Regeneration und Muskelstärkung. An Hundstagen mit wenig Bewegung können mehr Leckerli sogar besser sein als ein voller Futternapf. Somit ist Hundeernährung eine Anforderung an tägliche Anpassung durch die Hundebesitzer.

Tipp Drei: Übergewicht bei Hunden ertasten

Vor allem bei langfelligen Hunden wird Übergewicht nicht oder zu spät erkannt. Hilfreich ist der Griff beim Streicheln über die Rippen. Sobald diese unter spürbaren Fettpolstern weniger zu ertasten sind, ist es Zeit für eine Umstellung. Das Prinzip lautet jetzt: Nicht seltener, sondern weniger füttern. Ideal sind mehr Bewegungszeiten mit Leckerli und dazwischen nur kleine Futterhäppchen, zweimal täglich.

Tipp Vier: Ernährung dem Hundealter und der Vitalität anpassen

Neben der Futtermenge entscheidet auch die Zusammensetzung darüber, wie gut der Hund das Futter verstoffwechseln kann. Für Welpen ist diese anders als für Adults, für Hundesenioren wiederum essenziell für gute Vitalität. Ebenso schützt spezielles Aufbaufutter nach Erkrankungen vor Mangelerscheinungen und schleichendem Übergewicht.

Tipp Fünf: Keine Zwangsdiäten bei Übergewicht

Zwangsfasten kann bei übergewichtigen Hunden schon nach wenigen Tagen Funktionsstörungen einzelner oder aller Organe auslösen. Mental frustriert es die Vierbeiner, mit der Folge möglicherweise unerwünschter Verhaltensweisen. Ideal dagegen ist vorübergehend die verstärkte Fütterung mit Leckerli bei moderatem Hundesport, zum Beispiel Dog Dancing oder Aquagymnastik mit Laufband.

Fazit:
Bei der Hundeernährung spielen Leckerli vor allem eine mentale Rolle. Sie müssen bei der Energie- und Nährstoffzufuhr allerdings auf die gewohnte Tagesfütterung angepasst werden. Gegen Übergewicht sind mehr Leckerli und weniger Hauptfutter plus mehr Bewegung eine ideale Kombination.

Bild: Bild von Achim Gocht und Светлана Бердник auf Pixabay

 

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