Samojede

Sie wollen sich einen Samojeden anschaffen und suchen Informationen zur Rasse? Bei uns finden Sie sowohl viele interessante Informationen zu dieser besonderen Hunderasse als auch Empfehlungen und Hinweise zum Kauf eines Samojeden.

Steckbrief

Größe (Widerristhöhe) Rüden: 25 - 30 cm, Hündinnen: 23 - 28 cm
Gewicht Rüden:  7 - 10 Kg Hündinnen: 6 - 9 Kg
Lebenserwartung 12 - 16 Jahre
Herkunftsland Schottland
FCI Nummer 85

 

Der Samojede und seine Geschichte

Der Samojede ist eine sehr ursprüngliche und alte Hunderasse. Unter Hundefreunden gilt die Rasse als der Urtyp aller Schlittenhunde. Ein Beweis für die lange Historie der Samojeden als Schlittenhunde lieferte unter anderem ein Fund russischer Wissenschaftler aus dem Jahr 2017. Diese konnten in Sibirien die Überreste von 10 gut erhaltenen Hunden freilegen, welche man nach eingehender Untersuchung als Schlittenhunde identifizierte. In Ihrem Herkunftsland werden Samojeden auch als Samoiedskaïa Sabaka bezeichnet.

In der Vergangenheit waren die Samojeden geschätzte Begleiter der nomadisch lebenden Völker Sibiriens, die schon seit tausenden von Jahren mit ihren Rentierherden leben. Die Samojeden hatten unterschiedliche Aufgaben. So nutzte man die Hunde sowohl als Wachhunde und zum Ziehen der mit Gepäck geladenen Schlitten als auch zu Jagdzwecken. Den Legenden zufolge sollen sich die Hunde sogar Eisbären in den Weg gestellt haben, die auf der Suche nach etwas essbarem in die Nähe der Zelte kamen. Außerdem sagt man den Vierbeinern einen ausgesprochen guten Orientierungssinn nach. Dieser half ihnen dabei, den richtigen Weg durch die Eislandschaften Sibiriens zu finden ohne Gefahr zu laufen in Gletscherspalten oder Eislöcher zu fallen.

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Da die Samojeden die kalten Nächte üblicherweise in den Zelten Ihrer Menschen verbrachten, entwickelten die Samojedischen Völker eine enge Bindung zu ihren Tieren. Das Verhältnis war so innig, dass die Hunde nahezu den Status eines Heiligen hatten.

Nach Europa – genauer gesagt England – gelangten die ersten Rassevertreter im Jahr 1889 an der Seite des Zoologen Ernest Kilburn-Scott. In die USA kamen die ersten Samojeden 1904. In Europa fing man ziemlich schnell mit der Reinzucht der Hunde an. So wurde das weiße Fell 1909 mehr oder weniger willkürlich zum Rassestandard erklärt.

Um reinweiße Hunde zu erhalten wurde viel Inzucht betrieben, so dass einiges vom ursprünglichen Charakter und der Robustheit der Rasse verloren gingen. Um den Genpool zu erweitern wurden in den 1950er Jahren Spitze eingekreuzt. Durch diese Maßnahme hat der Samojede weiter ein Stück seiner Ursprünglichkeit verloren.

Die offizielle Anerkennung des Samojeden als eigene Rasse durch die FCI fand 1959 statt. Heutzutage sind Samojeden insbesondere in den skandinavischen Ländern weit verbreitet.

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Erscheinungsbild des Samojeden

Mit einer Widerristhöhe von bis zu 60 cm beim Rüden und bis zu 53 cm bei Hündinnen gehört der Samojede zu den mittelgroßen Hunderassen. Das Gewicht liegt zwischen 16 und 30 kg. Charakteristisch ist ein kompakter, nahezu quadratischer Körperbau. Wie alle Schlittenhunde ist auch der Samojede äußerst muskulös und sportlich.

Das lange und dichte Fell ist weiß und bei einigen Hunden mit braunen oder cremefarbenen Abzeichen versehen. Die kurze, dichte Unterwolle schützt vor Nässe und Kälte. So frieren die Hunde im Winter nicht.

Der Schädel ist breit und hat einen schwachen Stop. Die V-förmigen Stehohren sind an der Spitze abgerundet, relativ klein und liegen weit auseinander. Samojeden wirken häufig so, als würden sie lächeln. Der freundliche Gesichtsausdruck kommt durch eine Kombination der Augenform sowie die in einer sanften Kurve nach oben deutenden Lefzenwinkel zustande. Der kraftvolle Hals geht in einen geraden, gut bemuskelten Rücken über. Die hoch angesetzte Rute wird vom Samojeden entweder über dem Rücken oder seitlich gebogen getragen.

Wesen des Samjoeden

Samojeden sind von ihrem Charakter her typisch nordisch. Sie vereinen eine gewisse Ursprünglichkeit mit einer ausgesprochenen Zutraulichkeit, die sonst eher unüblich für so alte Hunderassen ist. Im Gegensatz zur weit verbreiteten Meinung ist der Samojede kein sogenannter „Einmannhund“, sondern ein familientauglicher Hund, der seinen Menschen gegenüber sehr zugewandt ist.

Samojeden sind Arbeits- und Familienhunde in einem. Diese außergewöhnliche Kombination verlangt dem Halter einiges ab. Schließlich tragen die Vierbeiner viele Eigenschaften in sich, für die Sie von den Urvölkern der Arktis über einen so langen Zeitraum geschätzt wurden. So sind viele Samojeden ausgesprochen gute Jäger, die zudem über einen gewissen Schutz- und Wachtrieb verfügen, mit dem man umzugehen wissen, muss.

Um sich wohl zu fühlen benötigen Samojeden viel Auslauf und geistige Beschäftigung. Sie haben jede Menge Energie, die Sie idealerweise beim Schlittenziehen loswerden. Entsprechend ausgelastet präsentieren sie sich als in sich ruhende, freundliche und anhängliche Hunde.

So erziehen Sie den Samojeden

Als zukünftiger Halter eines Samojeden sollten Sie bereits über Erfahrung im Bereich der Hundeerziehung verfügen. Einen Welpen groß zu ziehen kann eine ganz schöne Herausforderung sein. Um zu verhindern, dass Ihr Samojede Ihnen auf der Nase herumtanzt sollten Sie mit der Erziehung so früh es geht beginnen und über entsprechende Führungsqualitäten verfügen. Vermeiden Sie es bei aller Motivation Ihren Welpen zu überfordern.

Kurze Trainingseinheiten sind zu Beginn des Trainings vollkommen ausreichend. Mit liebevoller Konsequenz, Geduld, dem nötigen Einfühlungsvermögen und einer Portion Humor lässt sich auch ein Samojede zu einem zuverlässigen Vierbeiner erziehen. Kadavergehorsam, wie beispielsweise von einem Deutschen Schäferhund, dürfen Sie jedoch nicht verlangen. Samojeden haben einen ausgesprochenen Dickkopf und neigen dazu Kommandos zunächst zu „hinterfragen“.

Für eine angemessene Sozialisierung sollten Sie Ihren Liebling an möglichst viele Alltagssituationen gewöhnen und zu einer Welpengruppe gehen. Dabei lernt Ihr Samojede auf eine spielerische Art und Weise sich mit Artgenossen zu verständigen. Auch der Besuch einer Hundeschule empfiehlt sich. Lesen Sie bei uns auch: Wie Sie eine gute Hundeschule erkennen.

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Häufige Krankheiten des Samojede

Der Samojede gilt als robuste Rasse. Durch den relativ kleinen Genpool und Zuchtfehler gibt es leider einige Zuchtlinien, die von zahlreichen Erbkrankheiten betroffen sind. Dazu gehören sowohl Diabetes Mellitus und Entzündungen der Nieren als auch diverse Augenkrankheiten und – wie bei vielen größeren Hunderassen – HD.

Diabetes Mellitus

Besonders bei Hunden aus den USA gibt es eine gewisse Anfälligkeit für Diabetes. Die Erkrankung wird meist bei Hunden im mittleren Alter diagnostiziert, kann allerdings auch schon bei jüngeren Hunden auftreten. Ursächlich für Diabetes beim Samojeden ist eine chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse und/oder eine Autoimmunschwäche. Zudem vermutet man eine genetische Disposition als möglichen Auslöser.

Nierenentzündung

Einige Samojeden sind von einer vererbbaren Entzündung der Nieren betroffen. Diese wird einfach x-chromosomal dominant vererbt. Rüden die unter einer Nierenentzündung leiden zeigen im Vergleich zu Hündinnen oftmals eine stärkere Symptomatik. Hunde mit einer Nierenentzündung scheiden etwa ab dem dritten Lebensmonat eine erhöhte Menge Eiweiß über den Urin aus. Häufig kommt es nur wenig später zu einem Versagen der Nieren, so dass die betroffenen Tiere meist schon sehr jung eingeschläfert werden müssen. Mithilfe von Cyclosporin A und ACE-Hemmern lässt sich der Krankheitsverlauf zwar verlangsamen aber nicht stoppen.

Achtung: Das der Samojede zu bestimmten Krankheiten neigt bedeutet nicht, dass Ihr Hund zwangsläufig erkranken muss. Dennoch sollten Sie sich Ihren Züchter mit Bedacht auswählen und sich die Gesundheit der Elterntiere belegen lassen.

Weitere Informationen zur Gesundheit bei Hunden 

Was kostet ein Samojede?

Der Preis eines Samojeden hängt unter anderem von der Zuchtstätte ab. Seriöse Züchter deren Zuchttiere bereits mit Preisen ausgezeichnet wurden verlangen zwischen 1800€ und 2500€ für einen Welpen.

Sie sollten jedoch bedenken, dass die Unterhaltskosten den reinen Anschaffungspreis im Laufe eines Hundelebens bei weitem übersteigen. So kommen unter anderem noch die Kosten für Hundeernährung, Versicherung, Hundeschule und den Tierarzt hinzu.

So finden Sie den richtigen Samojede-Züchter

Viele Samojeden gibt es in Deutschland nicht. Doch auch wenn die Rasse hierzulande nicht so weit verbreitet ist, gibt es seriöse Züchter, die sich den Hunden verschrieben haben. Auf der Suche nach einer guten Zuchtstätte sollten Sie sich ausreichend Zeit nehmen und keine voreilige Entscheidung treffen. Wir empfehlen Ihnen sich einen Züchter zu suchen, der Mitglied in einem Zuchtverband ist.

So können Sie davon ausgehen, dass dieser sich an die geltenden Richtlinien hält. Wenn Sie einen Züchter gefunden haben, der einen Wurf erwartet oder bereits Welpen hat, sollten Sie diesen zunächst bei einem Besuch näher Kennenlernen. Ein persönliches Kennenlernen hat den Vorteil, dass Sie sich ein Bild vom Züchter und den Zuchtbedingungen machen.

Achten Sie auf gute hygienische Umstände und stellen Sie sicher, dass die Welpen beim Muttertier sind. Außerdem ist es wichtig, dass alle Welpen vom Tierarzt gecheckt, geimpft und gechippt werden. Darüber hinaus ist es ratsam sich einen Gesundheitsnachweis zeigen zu lassen, der den Gesundheitszustand der Elterntiere dokumentiert. Wenn alles stimmig ist, Sie ein gutes Gefühl haben und der Züchter Ihnen einen seiner Samojeden anvertrauen möchte, können Sie mit den Vorbereitungen auf den Einzug Ihres Lieblings beginnen.

Vor den vielen günstigen Angeboten wie man Sie immer wieder im Internet finden kann, können wir Sie nur warnen. Hinter solchen Inseraten stecken meist kriminelle Strukturen oder skrupellose Geschäftemacher, die sich mit dem Verkauf von Welpen ein Vermögen verdienen. Hunde aus solchen Quellen werden unter schlechten Bedingungen großgezogen, häufig viel zu früh verkauft und in der Regel nicht einmal geimpft.

Hundeversicherung für Ihren Samojeden

Leider kann das Leben mit einem Samojeden auch seine Schattenseiten haben. Um in einem Notfall finanziell abgesichert zu sein, etwa, weil Ihr Vierbeiner einen Schaden angerichtet hat oder tierärztlich behandelt werden muss, eignen sich entsprechende Hundeversicherungen.

Während eine Hundehaftpflicht für Schäden aufkommt, die Ihr Hund verursacht hat, greift eine OP-Versicherung, wenn Ihr Hund operiert werden muss. In einigen Bundesländern Deutschlands sind Hundebesitzer gesetzlich dazu verpflichtet, eine Versicherung für Ihren Hund abzuschließen.

Der Abschluss einer Kranken/Op-Versicherungen hingegen bleibt jedoch Ihnen überlassen. Da einige Behandlungen sehr teuer werden können, empfehlen wir Ihnen allerdings sich zumindest mit der Thematik auseinanderzusetzen und sich ein entsprechendes Angebot einzuholen. So können Sie sich sicher sein, dass Ihr Hund jederzeit versorgt werden kann, ohne dass das Risiko eines finanziellen Engpasses besteht.

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