Saluki

Wie wohl alle Windhunderassen verfügt auch der Saluki über ein beeindruckendes äußeres und einen einzigartigen Charakter. Unter Liebhabern der Rasse ist der Saluki für seine Eigenständigkeit und sein ausgeglichenes Wesen bekannt. Weitere Informationen, sowie Tipps zur Erziehung und zum Kauf eines Salukis finden Sie in diesem Artikel. Wer mit einem Saluki leben möchte oder es schon tut, dem legen wir folgendes Buch ans Herz.

Steckbrief

Größe (Widerristhöhe) Rüden: 58 - 71 cm, Hündinnen: proportional kleiner cm
Gewicht Rüden:  18 - 25 Kg Hündinnen: 17 - 23 Kg
Lebenserwartung 12 - 14 Jahre
Herkunftsland Mittlerer Osten
FCI Nummer 269

Geschichtliches

Der Saluki gilt unter Wissenschaftlern als eine der ältesten Hunderassen der Welt. So soll die Entstehung des Ur-Salukis bereits 7000-8000 vor Christus stattgefunden haben.

Hinweise das diese Theorie der Wahrheit entsprechen könnte finden sich unter anderem in Form von Abbildungen auf Tonwaren wieder, welche in Asien gefunden wurden und aus einer Zeit um 3500 vor Christus stammen.

Sogar auf den antiken Grabmälern Hierakonpolis wurden Darstellungen von Hunden gefunden, die dem Saluki mit seinen charakteristischen Schlappohren sehr ähnlichsehen.

Weitere Indizien, die für die lange Historie des Salukis sprechen fanden Forscher in der Oberen Nil-Region. Dort konnte man Mumifizierte Hunde aus Grabkammern bergen, die dem Saluki geähnelt haben müssen.

Der Saluki als Begleiter der Nomaden

Heutzutage geht man davon aus, dass die Salukis beziehungsweise deren Vorgänger überwiegend von Nomaden gehalten wurden, die die Vierbeiner zu Jagdzwecken einsetzten.

Wie die Nomaden breiteten sich auch die Salukis über eine weite Fläche aus und kamen sowohl in der Türkei vor als auch im Iran, im Irak, in Syrien sowie in Saudi-Arabien. Bei den Nomaden hatten die Hunde einen besonderen Status.

So galt der Saluki nicht nur als Jagdbegleiter, sondern auch als Familienmitglied, das auf längeren Etappen sogar auf dem Sattel mitreiten durfte. In Europa war der Saluki für lange Zeit unbekannt.

Die ersten Salukis gelangten an der Seite britischer Seefahrer nach Großbritannien, wo auch der Ursprung der ersten Zuchtlinie liegt. Diese wurde von Florence Amherst initiiert, die zwei Salukis importierte, welche sie von einer Reise auf dem Nil mitbrachte.

Zu größer Beliebtheit kam der Saluki, durch den englischen General Frederick Lance und dessen Ehefrau Gladys. Beide waren so fasziniert von den jagdlichen Fähigkeiten der Vierbeiner, dass sie sich in Ihrem Heimatland für die offizielle Anerkennung der Salukis einsetzten.

Die erste Eintragung eines Saluki Wurfs in ein offizielles Zuchtbuch fand im Jahr 1922 statt. Nach Deutschland kamen Salukis jedoch erst 1987

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Erscheinungsbild des Saluki

Der Saluki wirkt sportlich-elegant und kräftig zugleich. Der Körperbau ist je nach Typ schlank oder eher „stabil“. Das Fell der Hunde ist seidig, glatt und unterschiedlich gefärbt.

Dem Rassestandard zufolge sind – bis auf Brindle – alle möglichen Farben wie beispielsweise Schwarz, Creme, Silbrig-Pfeffersalz, Weiß, braun sowie deren Kombinationen erlaubt.

Sowohl die Ohren, die Rute als auch die Gliedmaßen sind mit langen Haaren versehen. Salukis haben einen länglichen, eher schmalen Kopf mit Hängeohren und einem äußerst schwach ausgeprägten Stop.

Der relativ lange Hals ist ordentlich bemuskelt und tritt in einen kräftigen Rücken über, bei dem die Lendenpartie leicht gewölbt ist.

Die Brustpartie ist langgezogen und tief. Die Rute des Salukis sollte bis zum Sprunggelenk reichen und wird bei Bewegung auf Höhe der Rückenlinie getragen, während sie sich im Stand zwischen den Hinterläufen befindet.

Wesen

Den Saluki zeichnet in erster Linie sein sensibles und nahezu hoheitliches Wesen aus. Aufgrund Ihrer ausgesprochenen Intelligenz gelten Salukis als äußerst gelehrig. Dies spiegelt sich auch beim Training wider. Mit endlosen Wiederholungen kann der Saluki nichts anfangen. Um ausreichend beschäftigt zu sein benötigt er regelmäßig neue Herausforderung und die Möglichkeit sich frei zu bewegen.

Um Ihrem Saluki diese Freiheit einräumen zu können, ist es jedoch unbedingt notwendig, den ausgeprägten Jagdtrieb in die richtigen Bahnen zu lenken. Hierzu eignet sich das Coursing genauso gut wie regelmäßige Besuche auf der Rennbahn.

Auf Menschen, die keine Erfahrungen mit Salukis haben wirken die Hunde oft unnahbar. Ihre eigenständige Art lässt sich auf die Geschichte der Vierbeiner als eigenständig agierende Jagdbegleiter zurückführen. Auch wenn Salukis in der Regel eher zurückhaltend sind, lieben sie Gesellschaft.

Im Alltag sind Salukis angenehme Begleiter, die kaum auffallen, wenn Sie sich zuhause ausruhen.

Mit anderen Hunden dürfte ein gut sozialisierter Saluki kaum Probleme haben. Dennoch ist es wichtig, bei kleinen Hunden besondere Vorsicht walten zu lassen. Es ist schon häufiger passiert, dass ein Windhund einen kleineren Hund für Beute gehalten hat.

Erziehung

Bei der Erziehung eines Salukis sollten Sie mit dem nötigen Einfühlungsvermögen und liebevoller Konsequenz vorgehen. Das bedeutet nicht, dass Sie Ihren Saluki in Watte packen müssen. Härte und/oder extreme Strenge gilt es allerdings zu vermeiden. Um später einen gut hörenden Hund zu haben, raten wir Ihnen mit der Erziehung Ihres Salukis vom ersten Tag an zu beginnen.

Zeigen Sie Ihrem Liebling klar wo die Grenzen sind und machen Sie ihm klar, dass Sie den Ton angeben. Junge Hunde lernen schnell. So wird auch Ihr Saluki schnell verstehen, was Sie von ihm erwarten, was er darf und was er nicht darf.

Dabei dürfen Sie ihn aber nicht überfordern. Kurze Trainingseinheiten mit einem positiven Abschluss sind wesentlich effektiver als permanente Wiederholungen. Tägliche Rituale und ein fester Tagesablauf können dabei helfen Ihren Hund an den Alltag bei Ihnen zuhause zu gewöhnen.

Das Hauptaugenmerk beim Training sollte auf dem Rückruf liegen. Nur wenn dieser hundertprozentig funktioniert können Sie Ihren Saluki laufen lassen, ohne Angst haben zu müssen, dass dieser einem Tier hinterherhetzt.

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Fellpflege beim Saluki

Die Fellpflege ist beim Saluki zwar ebenso wichtig wie bei anderen Hunderassen mit langen Haaren, dafür aber längst nicht so aufwendig. Um es gar nicht erst zu Verfilzungen und/oder Fellknoten kommen zu lassen, empfehlen wir Ihnen, ihren Saluki mehrmals wöchentlich durchzubürsten.

Lediglich während des Fellwechsels im Frühjahr und im Herbst, sollten sie für die Fellpflege etwas mehr Zeit einplanen und Ihren Hund täglich bürsten.

Wenn Sie mit Ihrem Saluki bei Regen und Matsch spazieren gehen, ist anschließend häufig das gesamte Fell verschmutzt. Dies ist jedoch kein Grund Ihren Vierbeiner gleich zu baden. Reiben Sie Ihren Saluki in so einem Fall einfach mit einem trockenen alten Handtuch ab und bürsten Sie verbleibende Rückstände danach aus.

Wenn Sie Hilfe bei der Fellpflege benötigen, weil Sie keine Zeit haben oder gesundheitlich nicht dazu in der Lage sind, raten wir ihnen dazu, sich an einen professionellen Hundefriseur zu wenden.

Häufige Krankheiten

Auch wenn das äußere Erscheinungsbild der Salukis eher das Gegenteil erwarten lässt, sind die Hunde sehr robust und meist gesund. Ein weit verbreitetes Problem bei Windhunden ist eine Medikamentenunverträglichkeit.

Diese hängt damit zusammen, dass die Salukis einen niedrigen Körperfettanteil haben und ihre Leber nicht dazu in der Lage ist, Barbiturate zu metabolisieren. Insbesondere bei der Verwendung von Betäubungsmitteln/Barbituraten ist daher Vorsicht angesagt. Sollte Ihr Liebling doch mal operiert werden müssen, raten wir Ihnen, sich an einen Tierarzt zu wenden, dem die Problematik bekannt ist.

Im Winter macht sich der geringe Körperfettanteil ebenfalls bemerkbar. In Verbindung mit dem dünnen Fell der Salukis führt dieser dazu, dass die Hunde sehr kälteempfindlich sind und sich leicht erkälten.

Im Sommer hingegen bekommen Salukis schnell einen Sonnenbrand, da das Fell sie nur unzureichend vor der Strahlung schützt.

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Was kostet ein Saluki?

Wenn Sie sich einen Saluki kaufen wollen, spielt der Preis natürlich eine Rolle. Da dieser jedoch vom Züchter abhängig ist, lässt sich die Frage nicht genau beantworten. Sie sollten jedoch mit einem Anschaffungspreis von etwa 1500€ bis 2100€ rechnen.

Für die Grundausstattung (Leine, Halsband, Spielzeug, Hundebett etc.) kommen nochmal 200€ – 300€ hinzu. Wirklich interessant sind allerdings die regelmäßig fällig werdenden Unterhaltskosten. Hierzu zählen sowohl die Kosten für Futter, Impfungen und Behandlungen beim Tierarzt, als auch die Ausgaben für eine Hundehaftpflichtversicherung.

Wenn Sie darüber  hinaus vorhaben, Mitglied in einem Hundesportverein zu werden oder einen Kurs in einer Hundeschule belegen wollen, kostet dies natürlich auch Geld.

So finden Sie den richtigen Züchter

Damit Ihnen beim Welpenkauf kein kranker Saluki aus unseriösen Quellen angedreht wird, sollten Sie sich für die Suche nach einer guten Zuchtstätte genügend Zeit lassen. Sogenannte Vermehrer, die Ihre Welpen häufig über Internetportale anbieten, sind lediglich auf Gewinn aus und kümmern sich nicht um die Gesundheit der Tiere.

Nicht selten benötigen solche Welpen intensive tiermedizinische Behandlungen und/oder entwickeln Verhaltensstörungen.

Um einen gesunden Welpen zu bekommen, an dem Sie viele Jahre lang Freude haben, empfehlen wir Ihnen sich an einen Züchter zu wenden, der Mitglied im Verband Deutscher Hundezüchter oder einem anderen Zuchtverband ist.

Es ist ein gutes Zeichen, wenn Ihr Züchter nicht versucht, Ihnen seine Welpen „aufzuschwatzen“ sondern Ihnen kritische Fragen stellt und sich für Ihre Lebensumstände interessiert, da ein seriöser Züchter sehr darauf bedacht ist, seine Salukis in liebevolle, geeignete Hände abzugeben.

Außerdem sollten Sie abklären, ob Ihr Welpe gechippt und geimpft wird, bevor er mit 8 Wochen ausziehen darf. Wenn Ihr Züchter nicht von sich aus auf das Thema zu sprechen kommt, raten wir Ihnen darüber hinaus sich die Gesundheit der Zuchttiere belegen zu lassen und nach einem Stammbaum zu fragen.

Wenn sonst alles stimmig ist, Sie sich mit Ihrem Züchter gut verstehen und Sie sich über die Verantwortung bewusst sind, die mit der Hundehaltung einhergeht, haben Sie eine vertrauenswürdige Zuchtstätte gefunden.

Hundeversicherung

Auch wenn wir Ihnen nur positive Erfahrungen mit Ihrem Saluki wünschen, müssen Sie sich bewusst sein, dass ihr Hund unerwartet erkranken und/oder einen Unfall verursachen kann.

In beiden Fällen müssen Sie dazu in der Lage sein, die finanzielle Verantwortung für Ihren Saluki zu tragen. Nicht nur wenn Ihr Liebling etwas kaputt macht oder einen Unfall verursacht, kann Sie dies teuer zu stehen kommen, auch tierärztliche Behandlungen sind oft sehr teuer.

Um in solchen Situationen keine Geldprobleme zu bekommen, raten wir Ihnen, sich um eine Hundehaftpflichtversicherung sowie eine geeignete Operationsversicherung zu kümmern. Versicherungen für Hunde können Sie bei nahezu allen gängigen Versicherungsinstituten abschließen.

Sie wollen mehr über den Saluki erfahren? Hier finden Sie weitere Weiterführende Informationen

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