So bringen Sie Ihrem Hund das Apportieren bei!

Sie wollen, dass Ihr Hund seinen Ball, sein Spielzeug oder seinen Futterbeutel apportiert? Vielen Hunden macht es Spaß, geworfene oder versteckte Gegenstände zu bringen. Was apportieren ist, was Sie tun  können, damit Ihr Hund apportieren lernt und was Sie beim Training beachten müssen, erfahren Sie in diesem Artikel

Was bedeutet Apportieren eigentlich?

Apportieren ist ein Begriff aus dem Jagdlichen Bereich. Darunter versteht man das zurückbringen von geschossenem Wild. Besonders häufig setzt man Apportierhunde bei der Jagd auf Federwild ein. Dabei ist es die Aufgabe der Hunde, die Vögel aufzuscheuchen, geschossene Tiere aufzustöbern und diese zurück zum Schützen zu bringen. Allerdings hat das Apportieren nicht nur etwas mit der Jagd zu tun. Schließlich lassen die meisten Hundehalter Ihren Liebling kein Wild, sondern Spielzeug oder andere Gegenständen apportieren, welche zuvor versteckt oder geworfen wurden.

Das tolle am Apportier-Training ist, dass es sich mit wenig Aufwand nahezu überall umsetzen lässt. Ein geeignetes Spielzeug oder ein Futterbeutel sowie einige Leckerlies genügen um das Apportieren während gemeinsamer Ausflüge zu üben. Allerdings hat das Apportiertraining nicht nur den Vorteil, dass es den meisten Hunden Spaß bereitet. Es hat darüber hinaus noch weitere positive Nebeneffekte!

Zum einen gibt Ihnen das Training die Möglichkeit, Ihren Hund körperlich und geistig auszulasten. Zum anderen stärken gemeinsame Übungseinheiten die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Hund. Zudem schult das Apportiertraining die Grundgehorsamkeit Ihres Vierbeiners, da dieser sich erst dann auf die Suche machen darf, wenn Sie ihm das Signal geben.

Können alle Hunde Apportieren?

Einige Hunde haben das Apportieren im Blut und müssen dafür nicht trainieren. Zu den Apportierfreudigen Hunderassen gehören unter anderem Golden Retriever  und Labradore. Andere Hunde muss man das Apportieren erst beibringen. Doch keine Sorge! Jeder Hund kann apportieren. Ob Ihr Hund Freude daran hat, werden Sie spätestens während des Trainings merken. Wichtig ist, dass Sie das Training positiv aufbauen und Schritt für Schritt vorgehen. Sie sollten Ihren Hund nicht überfordern, da er sonst schnell die Lust verlieren könnte.

Es gibt viele Spielzeuge die sich zum Apportieren eignen. Wenn Sie auf der Suche nach einem geeigneten Gegenstand sind, werden Sie in jedem gut sortierten Tierhandel fündig. Wichtig ist, dass sowohl die Größe als auch das Gewicht des zu apportierenden Gegenstandes zu Ihrem Hund passen. Von spitzen oder scharfkantigen Gegenständen an denen sich Ihr Hund verletzen könnte, sollten Sie lieber die Finger lassen. Stöcke sind zum apportieren absolut ungeeignet. Das Risiko, dass sich ein Hund an einem geworfenen Stock verletzen könnte ist größer, als viele denken. Am besten eignet sich ein sogenannter Futterbeutel (oder auch Dummy). Diesen können Sie mit besonders gut riechenden Leckerlies füllen, um das Interesse Ihres Lieblings zu wecken.

Eine Schleppleine verhindert, zu beginn des Trainings, dass Ihr Hund sich mit der „Beute“ aus dem Staub macht. Dies kann anfänglich durchaus passieren.

Das Apportiertraining

Für die ersten Übungsstunden sollten Sie einen Ort wählen, an dem Sie ungestört mit Ihrem Hund arbeiten können. So vermeiden Sie Ablenkungen und geben Ihrem Hund die Möglichkeit, sich voll und ganz auf das Training zu konzentrieren.

  1. Wählen Sie einen geeigneten Gegenstand zum Apportieren (wir empfehlen einen Futterbeutel).
  2. Wecken Sie das Interesse Ihres Hundes, indem Sie den Futterbeutel mit Leckerlies füllen.
  3. In dem Moment in dem Sie merken, dass Ihr Hund sich für den Futterbeutel interessiert, können Sie ihn dafür schon loben.
  4. Wenn Ihr Hund sich den Beutel schnappen will, können Sie ihn schmeißen. Anfänglich genügt es ein-zwei Meter weit zu werfen. Halten Sie Ihren Hund dabei locker an der Schleppleine und schicken Sie Ihn los um den Futterbeutel zu Apportieren.
  5. Wenn Ihr Hund den Futterbeutel aufgenommen hat, sollten Sie ihn loben und zu sich rufen. Wenn er nicht zu Ihnen zurückkommt, können Sie ihn sanft an der Leine zu sich zurückziehen. Loben Sie Ihn überschwänglich, nehmen Sie Ihrem Hund den Beutel wieder ab und füttern Sie ihn aus dem Futterbeutel.
  6. Wiederholen Sie das Training regelmäßig. Halten Sie die Trainingseinheiten kurz und achten Sie darauf, die Übung mit einem positiven Erlebnis zu beenden. Mit der Zeit wird Ihr Hund das Apportieren mit der Belohnung verknüpfen, so dass Sie die Leine irgendwann nicht mehr benötigen.

Später können Sie den Dummy auch  verstecken, so dass Ihr Hund seine Nase einsetzen muss um diesen zu finden.

Fazit

Das Apportiertraining mit Futterbeutel ist ein großer Spaß für Hund und Halter. Das Zusammenspiel stärkt die Bindung und sorgt für geistige und körperliche auslastung. Haben Sie Geduld beim Training! Schließlich ist es für einen Hund nicht selbstverständlich seine Beute zu teilen. Hierfür benötigen Sie Zeit und viel Training. Doch es lohnt sich, da das Apportieren sich gut in die gemeinsamen Spaziergänge integrieren lässt und eine willkommene Abwechslung ist.

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