Ursprünglich wurde jede Hunderasse aus der FCI-Gruppe 1 zur Arbeit im landwirtschaftlichen Bereich gezüchtet. Die Gruppe umfasst dabei viele verschiedene Rassen, welche sich in Schäfer- bzw. Hütehunde sowie Treibhunde unterteilen lassen.
Hütehunde und Treibhunde
Die Hunderassen im Detail
Hütehunde – Zuchtziele und ursprüngliche Einsatzgebiete
So wurde beispielsweise der Australian Cattle Dog auf australischen Rinderfarmen dazu eingesetzt, die wesentlich größeren Rindtiere von A nach B zu treiben und am Weglaufen zu hindern. Der Border Collie hingegen wird bis heute von Schafhirten bevorzugt, denen die Hunde bei der Arbeit helfen. Hütehunde wurden in der Regel mit dem Ziel gezüchtet, intelligente Hunde mit einem ausgeprägten Arbeitswillen, einer hohen Belastbarkeit und einer gewissen Selbstständigkeit zu erhalten. Wenn Sie vorhaben, sich einen Hütehund zu kaufen, sollten Sie sich über den ursprünglichen Verwendungszweck der Rassen im klaren sein, da Hütehunde unbedingt eine entsprechende Aufgabe benötigen, um ausgelastet zu sein. Hütehunde die nicht artgerecht beschäftigt werden machen sich oftmals selbstständig auf die Suche nach einer Aufgabe und entwickeln einen übertrieben Schutztrieb oder andere unerwünschte Verhaltensweisen. Ein solches Verhalten stellt nicht nur für den Halter sondern auch für den Hund eine Belastung dar.
Typische Wesenszüge der Hüte- und Treibhunde

Die Wesens-Eigenschaften, die die meisten Hütehunde in sich tragen, lassen sich auf den ursprünglichen Einsatzzweck der Vierbeiner zurückführen. So sind die meisten Hütehunde äußerst gelehrig und arbeiten gerne mit ihrem Menschen zusammen, was wiederum die Erziehung (bei entsprechendem Sachverstand) stark vereinfachen kann. Außerdem sind viele Hütehunde sehr sportlich, so dass sie sich als Begleiter bei verschiedenen Hundesportarten eignen. Eine weitere Eigenschaft, die viele Hütehunde in sich tragen, ist ihre ausgeprägte Wachsamkeit. Zudem sind viele Hütehunde sehr anhänglich und gehen eine enge Bindung zu ihren Menschen ein
Rassegerechte Auslastung für Ihren Hüte- oder Treibhund
Sie stehen vor der Anschaffung eines Hüte- oder Treibhundes und wollen Ihren Vierbeiner richtig auslasten? Eine angemessene Auslastung steht an erster Stelle, wenn Sie einen Hütehund bei sich aufnehmen wollen. Obwohl der individuelle „Beschäftigungsbedarf“ selbstverständlich bei jedem Hund anders ausfällt, sollten Sie doch ausreichend Zeit für Ihren Vierbeiner einplanen. Die wenigsten Hütehunde begnügen sich mit regelmäßigen Spaziergängen und hin und wieder stattfindenden Trainingseinheiten. Mit einem entsprechenden Beschäftigungsprogramm sind Hütehunde allerdings tolle und zuverlässige Begleiter, die sich ideal als Familienhunde eignen.
Hierzu wäre es natürlich am besten, sich eine eigene Schafherde oder zumindest ein paar Ziegen zuzulegen. Da dies für die meisten Hundehalter jedoch unmöglich sein dürfte, greifen viele Besitzer von Hütehunden auf bestimmte Hundesportarten wie beispielsweise Agility zurück. Beim Agility muss der Hund unter der Anleitung seines Halters einen Parcours absolvieren, so dass der Hund sowohl körperlich als auch geistig ausgelastet wird.
Sektionen der FCI Gruppe 1
FCI Gruppe 1 enthält 43 verschiedene Hunderassen und wird in 2 Sektionen unterteilt.
Die 1. Sektion beinhaltet alle bekannten Hütehunde (40 Rassen), wie beispielsweise den Deutschen Schäferhund oder den Australian Shepherd.
Zu Sektion 2 gehören mit dem Australian Cattle Dog, dem Flandrischen Treibhund und dem Ardennen Treibhund die Treibhundrassen.
Hüte- und Treibhunde gehören zu den Gebrauchshunden und zeichnen sich durch einen enormen Arbeitswillen aus. Bis heute werden die Vierbeiner eingesetzt, um Viehherden zu bewachen und von A nach B zu treiben.
Während Hütehunde Ihrer Aufgabe in der Regel ohne viel Gebell nachgehen, setzen Treibhunde meist Ihre Stimme ein, um die Herde in Bewegung zu setzen.
Die Hunderassen der Gruppe eins zeichnen sich allesamt durch Ihre ausgeprägte Intelligenz sowie Ihre Wachsamkeit aus. Dreimal am Tag Gassigehen dürfte den wenigsten Hunden der Gruppe eins genügen. Hüte- und Treibhunde benötigen unbedingt eine Aufgabe um ausgelastet zu sein und lieben es, an der Seite Ihres Besitzers zu arbeiten. Aufgrund Ihrer Gelehrigkeit und Ihrer hohen Agilität eignen sich die Hunderassen dieser Gruppe besonders gut für Hundesportarten wie Agility oder Rallye obidience.





